Montag, 9. Dezember 2013

Der erste Tag! ):

Ich war so fremd wie bei meiner ersten Familie, aber ist anders. Komisch, ich fühle mich hier lange nicht so wohl. An der Familie liegt es nicht, sie sind nett, keine Frage. Aber was mir fehlt, ist die Herzlichkeit, die meine erste Familie durchaus hatte. Bei meiner ersten Familie war es, der Ort und die Menschen, waren unbekannt aber irgendwie war es lange nicht so fremd. Obwohl ich zu diesem Zeitpunkt gar nichts hier kannte! Ich habe mich sofort wohlgefühlt, mich zuhause gefühlt und meine Familie als meine Familie gesehen. Sie fehlen mir so sehr, obwohl sie nur ein paar Kilometer entfernt sind, fühlt es sich an als wären sie, weit, weit, weg. Ich bin richtig traurig über den Familienwechsel und würde am liebsten in dieser Sekunde zu meiner Familie und wäre gerne einfach nur da. Ich wäre einfach nur gerne zu Hause, ich fühle mich hier nicht zuhause. Ich weiß nicht, wie ich das beschreiben soll. Sie sind wirklich meine Familie, sie sind wirklich ein Teil meines Herzens. Ein wichtiger Teil meines Lebens, den ich nicht aufgeben möchte, aber es muss. Nachdem mein Gastvater mich verabschiedet hat, habe ich so geweint. Es ist nicht so, dass ich ihn gar nicht mehr sehe, aber es ist so, das ich nicht mehr mit ihm lebe. Es ist nicht dasselbe. Es ist so schlimm, wenn Worte nicht ausdrücken können, was man fühlt..
Ich wusste, als ich mich für ein Programm mit Rotary entschieden habe, dass ich meine Familie wechseln muss. Andere Austauschschüler sind auch richtig froh über den Wechsel, aber ich bin einfach nur traurig. Ich versuche die ganze Zeit an die positiven Dinge zu denken: Näher am Center, besseres Wlan, fast immer Strom und Wasser. Aber das alles sind nur materielle Dinge, nichts Materielles kann wichtiger sein als eine besondere Familie. Einerseits weiß ich, hätte ich mich nicht für ein Austauschprogramm mit Rotary entschieden, hätte ich diese wundervollen Menschen erst gar nicht kennengelernt, andererseits vermisse ich sie in diesem Moment mehr als alles in Deutschland! Ich sitze hier und denke mir: Ich will nach Hause! Und damit meine ich nicht nach Deutschland, damit mein ich mein Zuhause hier. Aber nur ist es nicht mehr wirklich mein Zuhause, auch wenn mein Gastvater das nochmal betont hat. Es ist anders und ich lebe jetzt hier...

Wie soll ich das beschreiben!?

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