Samstag, 12. Oktober 2013

Die letzte Woche...

In der letzten Woche ist mehr oder weniger nichts aufregendes passiert. Meine Tage bestanden eigentlich nur aus Schule dann ein paar Stunden nach Hause in denen ich gegessen habe und Hausaufgaben für den Spanischkurs gemacht habe und dann wieder los zum Spanischkurs, was wirklich anstrengend war. Ich war zwei Tage aufgrund meines körperlichen Befindens nicht in der Schule, Bauchschmerzen und Schmerzen an meinem Finger. Die Krankenhäuser sind hier anders als in Deutschland aber ich glaube trotzdem gut. Ich war dort zum Röntgen meines Fingers und alles ist gut... Sagen sie zumindest ich habe mich an ihm verletzt als ich aus dem Auto gesprungen bin... Da es höher gelegt ist bin ich zu faul "normal" auszusteigen, aber ich werde in Zukunft auch nicht anders machen... Donnerstag war wohl ein ziemlich schlimmes Erdbeben hier aber ich war gerade im Auto wodurch ich es nicht mitbekommen habe. Freitag waren einige Nachbeben die ich auch alle nicht mitbekommen habe... Heute  war ein sehr schlimmes Unwetter, die Straßen sind überflutet aber mittlerweile ist es wieder richtig heiß. Mein Gastbruder hat mich heute morgen fünf mal geweckt was mich ziemlich aggressiv gemacht hat. ,,Willst du den Regen sehen?" ,,Nein du Ar***l*** ich will schlafen!" Fünf ganze Mal und wenn mich jemand wach macht obwohl es nicht notwendig ist dann hört der Spaß auf.... Jedenfalls bin ich froh heute einfach nichts zu tun und zu chillen, weil ich wirklich kaputt von der Woche bin. Eventuell mache ich heute Nacht noch was...
In der Woche ist also nicht viel passiert und mir geht es wieder gut einigermaßen gut....
Liebe Grüße aus dem heißen Argentinien...

Montag, 7. Oktober 2013

Ein verzaubernder Monat...

Ich bin jetzt genau einen Monat hier und ich muss sagen es ist immer noch atemberaubend. Mittlerweile sehe ich die Dinge anders als am Anfang... Die Schule ist halt eine Schule wo man hingehen muss und das tut was die Lehrer wollen. Sich jeden Tag in die hässliche Schuluniform zwängt und sie sobald man zuhause ist in die Ecke wirft. Das Wetter ist wieder total toll und ich genieße jeden Sonnenstrahl. Meine Familie ist so toll ich schließe sie jeden Tag mehr und mehr in mein Herz, ich liebe sie und fühle mich als Teil von ihr, ich bin ein Teil von ihr und fühle mich wundervoll dabei. Die Sprache wird, ich kann mich jetzt schon unterhalten, nicht viel aber immerhin und heute fängt auch mein Spanischkurs an. Zwei Wochen lang von montags- freitags vier Stunden, das wird mir so sehr helfen was ein Grund ist wieso ich mich sogar darauf freue denn ich hoffe ich kann danach gutes Spanisch und dazu habe ich wirklich den Wille, fließend Spanisch ohne Fehler zu sprechen. Mein Leben ist wunderschön, ich lebe ein neues, anderes leben als in Deutschland. Ich hab schon so viele Leute kennengelernt die ich nie wieder verlieren möchte. Vorher hätte ich niemals gedacht das man in vier Wochen so viel erleben kann, alles so anders sein kann, man so andere Gedanken hat und so anders ist.
„Ich weiß welcher Mensch ich war als ich gegangen bin aber ich weiß nicht was ich für ein Mensch sein werde wenn ich wieder komme.“
Schon jetzt kann ich sage, egal was anders sein wird wenn ich zurückkehre das alles hier war es wert. Es ist so eine wunderschöne einmalige Erfahrung, Chance und Veränderung. Man kann gar nicht beschreiben wie das ist. Wenn man irgendwo Urlaub hat dann sind man das Land und sieht die Leute und lernt sie vielleicht sogar kennen aber ich fühle das alles hier mit meinem Herzen und ich spüre das ich lebe. Ich lebe hier, ich liebe hier, ich spüre hier, ich erlebe Dinge die ich mir vorher nicht vorstellen konnte. Wenn ich darüber nachdenke was ich im Moment alles sehe und wie viel Neues ich tue dann weiß ich gar kein Wort dafür. Es ist viel mehr als erstaunlich, wunderschön und atemberaubend. Trotz all dem ist es nicht so das mir da was in Deutschland passiert egal ist, ich denke viel an meine Familie, Freunde und an mein Zuhause in Deutschland, vor allem abends wenn ich im Bett liege aber ich habe es mir schwerer vorgestellt. Denn ich weiß, es geht allen im gesamten gut, es ist alles gut.
Dieser eine Monat hat schon so viel mit mir gemacht, was wird das Jahr mit mir machen...
Ich merke wie sehr ich mich verändere aber warum sollte ich auch bei all den Veränderungen der selbe Mensch bleiben...
Ein Monat, es kommt mir einerseits lange und einerseits auch kurz vor. Lange kommt mir vor, wie ich die Menschen kenne, ich kenne sie meiner Meinung nach so gut. Lange weil ich mich hier zuhause fühle, es ist mein zuhause. Lange weil ich ich schon so viel erlebt habe. Lange weil ich schon so viel gesehen, gehört und gelernt habe. Ich habe eine Menge über mich gelernt. Kurz kommt es mir vor weil der eine Monat so schnell umgegangen ist. So schnell... Das mit dem Wetter irritiert mich, es ist Oktober und die Sonne lacht, in Deutschland wo ich die ganze Zeit meines Lebens verbracht habe ist es kalt und der Winter fängt an, hier fängt der Sommer an. Das ist gar nicht so einfach zu verstehen. Am 28.10 beginnt meine Reise, hier, meine Reise von Deutschland hat schon lange begonnen. Am 28.11 sind Sommerferien. Wir fahren 16 Tage, machen Stopps zum Schlafen und zum Sehen und erleben in verschiedenen Städten und ich komm dann am 13.11 wieder zurück und habe dann nur noch 2 Wochen Schule und meine zwei Monate langen Sommerferien beginnen. Ich werde wahrscheinlich mit meiner Gastfamilie nach Chile fahren, für zwei Wochen im Januar... die Sommerferien gehen bis zum 28.01. Wenn ich überlege das ich dann nur noch knappe 5 Monate hier bin werde ich traurig, denn ich weiß meine Zeit hier wird jeden Tag weniger deshalb versuche ich jeden Tag zu genießen und zu erleben und aus jedem Tag etwas wunderschönes zu machen damit jeder Tag etwas tolles und besonderes ist und ich hinter her sagen kann jeder einzelne Tag war wunderschön. Ich sollte jetzt aber nicht an das Ende denken sondern an das Hier und Jetzt...
Deshalb werde ich mich gleich mal fertig machen, ich werde mit ein paar anderen Austauschschülern eine Stunde ins Center gehen und dann zum Spanischkurs. Ich habe eine kurze Hose und ein Top an und sobald ich raus gehe spüre ich die wunderschöne, warme Sonne auf meiner Haut...
Let's Go!
Ich bestelle ganz liebe Grüße von hier nach Hause.
Ich vermisse dich und hab dich lieb, das geht an jeden der sich angesprochen fühlt und es auch sein kann. <3

e

Sonntag, 6. Oktober 2013

Samstag

Nachdem ich "ausgeschlafen" habe machte ich mich fertig und es gab "Frühstück". Wir schauten uns Belen an und kletterten auf einen Berg.  Es war so ein harter Weg ich hörte mein Herz schlagen und war froh als wir endlich oben angekommen sind.  Ich weiß gar nicht was schlimmer war, der Hin- oder der Rückweg.  Ich glaube ich hätte beim Jogging schon längst aufgegeben,  die Runde verkürzt aber wie hätte ich da aufgeben sollen... jedenfalls war es ein schönes Erfolgserlebnis auch wenn es ein harter Weg war... ich bin so froh das ich in Catamarca lebe und nicht hier denn hier ist wirklich gar nichts los... hier wurde ich natürlich wieder,  wie überall anders auch einfach angestarrt....
Wir waren noch bei einer Frau die selber Teppiche näht.  Sie macht das seitdem sie 10 Jahre alt ist, sie war nie in der Schule.  Ihre Mutter hat ihr das beigebracht und sie macht seit 60 Jahren dasselbe. (!) 10 Stunden am Tag,  7 Tage die Woche und dabei nimmt sie für einen Teppich nur 200 Pesos...ca. 30 Euro und das ist das einzige womit sie Geld verdient....