Um 16:00 Uhr kam meine beste Freundin
wie besprochen zu mir nach Hause, wir taten die Koffern ins Auto und
fuhren los, Gegen 18:20 erreichten wir ihn, fast zeitgleich mit
meinem Vater und meinem Bruder.
Zum Abschied sind natürlich einige
Tränen geflossen, aber es wäre auch nicht normal wenn es jeden kalt
lassen würde...
Ich sprach ein Mädchen an, die auch
von Rotary ist woraufhin wir dann zusammen durch die
Sicherheitskontrolle gingen. Mein Zweit-Handy, was für den Notfall
gedacht ist bescherte mir Probleme. Ein Sicherheitsmann nahm es aus
meiner Tasche schaute mich an und meinte dann: „Sprengstoffkontrolle
kommen Sie mit.“ Ich verstand nicht so recht, vor allem nicht mit
meinen Tränen die durch den Abschied entstanden waren. Er
durchleuchtete mein Handy und nach 10 Minuten durfte ich dann endlich
durch die Kontrolle gehen. Ich begrüßte die anderen
Austauschschüler und wir warteten auf das Boarding.
Die anderen sind alle super nett und
richtig Lustig!
Nachdem alle im Flugzeug ihren Platz
gefunden hatte ging es dann endlich los. Ich hab die Nacht
allerhöchstens zwei Stunden geschlafen, die restlichen 12 Stunden
des Flugs verbrachten wir damit zu Lachen, uns zu unterhalten und um
Filme zu gucken.
Alles in allem war es ein gelungener
aber anstrengender Flug.
Als wir in Buenos Aires ankamen
erwartete mich das nächste Problem. Dadurch das ich kein Visum hatte
wollte mich diese komische Tante nicht weiter ins Land lassen, wieso
lässt man jemanden bei der Einreisestelle in Buenos Aires arbeiten
wenn man noch nicht mal Englisch kann? Durch die
Verständigungsprobleme stand ich dort zwanzig Minuten ohne Plan und
ohne Erlaubnis nur noch einen Schritt weiter den Flughafen zu
betreten. Zum Glück löste sich das Problem dann auf dadurch das ich
nicht alleine gereist bin sondern mit den 11 anderen
Austauschschülern. Wir nahmen unsere Koffer und stellten und bei
einer erneuten unnötigen Sicherheitskontrolle an. Alles gut, also
ging es weiter. Es erwartete uns ein argentinischer Mann von Rotary
der uns einen Zettel mit Telefonnummern für den Notfall und unsere
Boardingpässe für den nächsten Flug gab. Zu diesem Zeitpunkt war
ich schon 20 Stunden unterwegs...
Wir gingen aus dem Flughafen raus und
es erwartete uns Kälte und Regen wir warteten auf unseren Bus wo
dann unsere Koffer verstaut wurden um zum anderen Flughafen zu
fahren. In Buenos Aires ist das so, das es einen Flughafen für
Inland und eine für Auslandsreisen gibt. Wir fuhren also zu dem
Inlandsflughafen. Durch das Fenster konnte man die Straße, die
genauso wie eine deutsche nur heruntergekommener aussieht. Wir fuhren
an vielen hässlichen Plattenbauten vorbei, in Deutschland hätte man
die wahrscheinlich schon abgerissen aber hier wohnten wirklich noch
Leute...
Als wir dann noch einer Stunde am
anderen Flughafen ankamen wurden unsere Koffer wieder ausgeladen und
wir betraten den Flughafen. Wir setzten uns an den Rand und warteten
ein paar Stunden bis wir endlich ins Gate konnten, manche von uns
machten ganz laut Musik an und sangen dazu mit. Die Argentinier die
an uns vorbei liefen interessierte das gar nicht und beachteten uns
eigentlich gar nicht, trotz der Lautstärke. Da sieht man wie
tolerant die hier alle sind...
In der anderen Wartezeit aßen wir
etwas.
Endlich konnten wir unser Gepäck
aufgeben dann würde es ja bald auch weiter gehen...
Ich musste 300 Pesos (was das
umgerechnet ist weiß ich immer noch nicht) bezahlen, für den
zweiten Koffer und das Übergepäck. Langsam liefen wir nun zum
Terminal und gingen durch eine erneute Sicherheitskontrolle (die
sechste an diesem Tag) bei ein paar piepte es, aber wir konnten
trotzdem einfach durchgehen... Sicher, sicher...
Wir warteten und warteten und warteten.
Als die drei Stunden endlich vorbei waren schauten mir zu welchem
Gate wir müssen. Boarding wäre um 15:15 gewesen aber um 15:30
hatten wir immer noch kein Gate. Willkommen in Argentinien, die
Unzuverlässigkeit wurde hier also bestätigt. Mit einer halben
Stunde Verspätung traten wir dann unseren Flug nach la Rioja zu
dritt an, wobei mir mit einer 30 minütigen Verspätung Glück
hatten, die anderen wussten nicht mal wie viel ihr Flug Verspätung
haben wird. Der Flug nach la Rioja kam mir so kurz vor...
Als wir dann dort ankamen traute ich
meinen Augen nicht, eine wunderschöne Landschaft wie aus einem
Bilderbuch 30 c° und purer Sonnenschein...
Ich hatte noch nie zuvor so einen
kleinen Flughafen gesehen, er bestand aus einer kurzen Landebahn und
einem Raum wo jeder rein konnte und die Koffer ausgegeben wurden.
Dort begrüßte mich dann mein Gastvater, ich hatte mir ihn anders
vorgestellt vom Aussehen.
Er war wirklich nett ich ging kurz mit
ihm raus zu den anderen die mich begrüßten (Austauschschüler die
aus anderen Ländern in Catamarca wohnen und meine Gastgeschwister).
Schnell lernte ich das man jeden mit einem Kuss auf die Wange
begrüßte.
Mein Gastvater und ich gingen wieder
zur Gepäckausgabe, ich nahm meine zwei Koffer und wir gingen zum
Auto. Ich war tierisch müde, okay ich bin es immer noch habe seit
dem immer noch nicht geschlafen. Wir fuhren eigentlich nur auf einer
Straße die endlos lang war und kamen irgendwann durch eine
wunderschöne Landschaft nach Catamarca. Dort stiegen die anderen
aus, verabschiedeten sich und mein Gastvater, Gastbruder,
Gastschwester und ein anderer fuhren weiter. Ich dachte es würde
jetzt endlich nach Hause gehen aber nein, wir brachten erst noch den
anderen Jungen nach Hause. Die Menschen sind so herzlich hier, egal
ob man jemanden kennt oder nicht man begrüßt sich stets mit einem
Küsschen auf die Wange. Durch einen steinigen Weg fuhren wir dann zu
meinem neuen zuhause. Mein Gastvater fuhr aufs Grundstück und ich
sah zum allerersten mal mein neues Zuhause. Mein Gastmutter und
andere Gastschwester kamen raus und begrüßten mich herzlich. Mein
Gastvater sagte immer wieder willkommen in deinem neuen Zuhause, du
gehörst jetzt zur Familie. Mir wurde das Haus gezeigt, alles erklärt
und mir mein Zimmer gezeigt. Ich fing an auszupacken womit ich nicht
fertig wurde weil ich erst mal duschen ging und wir dann ein schönes
Abendessen verbrachten. Es ist alles so lecker hier! Meine Gastmutter
hat mir noch richtig leckeres Gepäck gebacken. Wir redeten die ganze
Zeit, es ist so komisch auf einmal deutsch aufzugeben und nur noch
englisch und spanisch zu hören/ sprechen. Wir gingen alles durch,
besprachen alles wofür ich sehr dankbar bin denn so fühle ich mir
hier direkt richtig wohl. Meine Gastfamilie tut alles dafür damit
ich mich wohlfühle, sie sind so super lieb und so herzlich! Ich hab
sie jetzt schon in mein Herz geschlossen, meine Gastgeschwister sind
auch ober süß.
Meine Gasteltern sagen mir ganze Zeit
ich soll mich nicht nur wie zuhause fühlen sondern es ist mein
zuhause.
Nun bin ich um 00:55 argentinischer
Zeit im Bett bin glaube ich schon 55 Stunden wach und hatte eine echt
anstrengende Reise, ich sollte schlafen gehen. Nach 36 Stunden Weg
bin ich nun endlich hier.
Hasta Luego <3
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