Sonntag, 8. September 2013

Die Reise ins Glück...

Um 16:00 Uhr kam meine beste Freundin wie besprochen zu mir nach Hause, wir taten die Koffern ins Auto und fuhren los, Gegen 18:20 erreichten wir ihn, fast zeitgleich mit meinem Vater und meinem Bruder.
Zum Abschied sind natürlich einige Tränen geflossen, aber es wäre auch nicht normal wenn es jeden kalt lassen würde...
Ich sprach ein Mädchen an, die auch von Rotary ist woraufhin wir dann zusammen durch die Sicherheitskontrolle gingen. Mein Zweit-Handy, was für den Notfall gedacht ist bescherte mir Probleme. Ein Sicherheitsmann nahm es aus meiner Tasche schaute mich an und meinte dann: „Sprengstoffkontrolle kommen Sie mit.“ Ich verstand nicht so recht, vor allem nicht mit meinen Tränen die durch den Abschied entstanden waren. Er durchleuchtete mein Handy und nach 10 Minuten durfte ich dann endlich durch die Kontrolle gehen. Ich begrüßte die anderen Austauschschüler und wir warteten auf das Boarding.
Die anderen sind alle super nett und richtig Lustig!
Nachdem alle im Flugzeug ihren Platz gefunden hatte ging es dann endlich los. Ich hab die Nacht allerhöchstens zwei Stunden geschlafen, die restlichen 12 Stunden des Flugs verbrachten wir damit zu Lachen, uns zu unterhalten und um Filme zu gucken.
Alles in allem war es ein gelungener aber anstrengender Flug.
Als wir in Buenos Aires ankamen erwartete mich das nächste Problem. Dadurch das ich kein Visum hatte wollte mich diese komische Tante nicht weiter ins Land lassen, wieso lässt man jemanden bei der Einreisestelle in Buenos Aires arbeiten wenn man noch nicht mal Englisch kann? Durch die Verständigungsprobleme stand ich dort zwanzig Minuten ohne Plan und ohne Erlaubnis nur noch einen Schritt weiter den Flughafen zu betreten. Zum Glück löste sich das Problem dann auf dadurch das ich nicht alleine gereist bin sondern mit den 11 anderen Austauschschülern. Wir nahmen unsere Koffer und stellten und bei einer erneuten unnötigen Sicherheitskontrolle an. Alles gut, also ging es weiter. Es erwartete uns ein argentinischer Mann von Rotary der uns einen Zettel mit Telefonnummern für den Notfall und unsere Boardingpässe für den nächsten Flug gab. Zu diesem Zeitpunkt war ich schon 20 Stunden unterwegs...
Wir gingen aus dem Flughafen raus und es erwartete uns Kälte und Regen wir warteten auf unseren Bus wo dann unsere Koffer verstaut wurden um zum anderen Flughafen zu fahren. In Buenos Aires ist das so, das es einen Flughafen für Inland und eine für Auslandsreisen gibt. Wir fuhren also zu dem Inlandsflughafen. Durch das Fenster konnte man die Straße, die genauso wie eine deutsche nur heruntergekommener aussieht. Wir fuhren an vielen hässlichen Plattenbauten vorbei, in Deutschland hätte man die wahrscheinlich schon abgerissen aber hier wohnten wirklich noch Leute...
Als wir dann noch einer Stunde am anderen Flughafen ankamen wurden unsere Koffer wieder ausgeladen und wir betraten den Flughafen. Wir setzten uns an den Rand und warteten ein paar Stunden bis wir endlich ins Gate konnten, manche von uns machten ganz laut Musik an und sangen dazu mit. Die Argentinier die an uns vorbei liefen interessierte das gar nicht und beachteten uns eigentlich gar nicht, trotz der Lautstärke. Da sieht man wie tolerant die hier alle sind...
In der anderen Wartezeit aßen wir etwas.
Endlich konnten wir unser Gepäck aufgeben dann würde es ja bald auch weiter gehen...
Ich musste 300 Pesos (was das umgerechnet ist weiß ich immer noch nicht) bezahlen, für den zweiten Koffer und das Übergepäck. Langsam liefen wir nun zum Terminal und gingen durch eine erneute Sicherheitskontrolle (die sechste an diesem Tag) bei ein paar piepte es, aber wir konnten trotzdem einfach durchgehen... Sicher, sicher...
Wir warteten und warteten und warteten. Als die drei Stunden endlich vorbei waren schauten mir zu welchem Gate wir müssen. Boarding wäre um 15:15 gewesen aber um 15:30 hatten wir immer noch kein Gate. Willkommen in Argentinien, die Unzuverlässigkeit wurde hier also bestätigt. Mit einer halben Stunde Verspätung traten wir dann unseren Flug nach la Rioja zu dritt an, wobei mir mit einer 30 minütigen Verspätung Glück hatten, die anderen wussten nicht mal wie viel ihr Flug Verspätung haben wird. Der Flug nach la Rioja kam mir so kurz vor...
Als wir dann dort ankamen traute ich meinen Augen nicht, eine wunderschöne Landschaft wie aus einem Bilderbuch 30 c° und purer Sonnenschein...
Ich hatte noch nie zuvor so einen kleinen Flughafen gesehen, er bestand aus einer kurzen Landebahn und einem Raum wo jeder rein konnte und die Koffer ausgegeben wurden. Dort begrüßte mich dann mein Gastvater, ich hatte mir ihn anders vorgestellt vom Aussehen.
Er war wirklich nett ich ging kurz mit ihm raus zu den anderen die mich begrüßten (Austauschschüler die aus anderen Ländern in Catamarca wohnen und meine Gastgeschwister). Schnell lernte ich das man jeden mit einem Kuss auf die Wange begrüßte.
Mein Gastvater und ich gingen wieder zur Gepäckausgabe, ich nahm meine zwei Koffer und wir gingen zum Auto. Ich war tierisch müde, okay ich bin es immer noch habe seit dem immer noch nicht geschlafen. Wir fuhren eigentlich nur auf einer Straße die endlos lang war und kamen irgendwann durch eine wunderschöne Landschaft nach Catamarca. Dort stiegen die anderen aus, verabschiedeten sich und mein Gastvater, Gastbruder, Gastschwester und ein anderer fuhren weiter. Ich dachte es würde jetzt endlich nach Hause gehen aber nein, wir brachten erst noch den anderen Jungen nach Hause. Die Menschen sind so herzlich hier, egal ob man jemanden kennt oder nicht man begrüßt sich stets mit einem Küsschen auf die Wange. Durch einen steinigen Weg fuhren wir dann zu meinem neuen zuhause. Mein Gastvater fuhr aufs Grundstück und ich sah zum allerersten mal mein neues Zuhause. Mein Gastmutter und andere Gastschwester kamen raus und begrüßten mich herzlich. Mein Gastvater sagte immer wieder willkommen in deinem neuen Zuhause, du gehörst jetzt zur Familie. Mir wurde das Haus gezeigt, alles erklärt und mir mein Zimmer gezeigt. Ich fing an auszupacken womit ich nicht fertig wurde weil ich erst mal duschen ging und wir dann ein schönes Abendessen verbrachten. Es ist alles so lecker hier! Meine Gastmutter hat mir noch richtig leckeres Gepäck gebacken. Wir redeten die ganze Zeit, es ist so komisch auf einmal deutsch aufzugeben und nur noch englisch und spanisch zu hören/ sprechen. Wir gingen alles durch, besprachen alles wofür ich sehr dankbar bin denn so fühle ich mir hier direkt richtig wohl. Meine Gastfamilie tut alles dafür damit ich mich wohlfühle, sie sind so super lieb und so herzlich! Ich hab sie jetzt schon in mein Herz geschlossen, meine Gastgeschwister sind auch ober süß.
Meine Gasteltern sagen mir ganze Zeit ich soll mich nicht nur wie zuhause fühlen sondern es ist mein zuhause.
Nun bin ich um 00:55 argentinischer Zeit im Bett bin glaube ich schon 55 Stunden wach und hatte eine echt anstrengende Reise, ich sollte schlafen gehen. Nach 36 Stunden Weg bin ich nun endlich hier.

Hasta Luego <3

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen